Dienstag, 13. April 2010 um 18:06 Uhr

Zum Bauernmord Nr. 3368 in Südafrika

Die Ermordung Eugene Terreblanches hat auch in europäischen Medien Erwähnung gefunden. Dabei wird kaum bedacht, dass seit 1994 (als die Partei ANC die Macht übernommen hat) vor Terreblanche schon 3367 weisse Bauern in Südafrika ermordet worden waren. Bestialische Szenen kommen dabei vor. Ein "Klassiker" ist die Fesselung des Bauern und die Vergewaltigung und anschliessende Ermordung seiner Frau und Töchter vor dessen Augen. Und zuletzt das Aufstapeln von Autoreifen um den noch lebenden ehemaligen Familienvater, um diese dann anzuzünden.

Sind diese Verbrechen politisch motiviert? Dies ist schwer zu sagen, denn Beweise für solche Vermutungen gibt es keine. Verbrechen und Morde sind in Südafrika an der Tagesordnung und manchmal erwischt es auch Bauern. Doch es wird gemutmasst, dass zumindest ein Teil der Bauern aus politischen Gründen ermordet werden. Und dass Regierungs-Kreise die Mörder anstacheln. Dafür spricht die Tatsache, dass die Opfer oft prominente und in der Politik tätige Bauern sind.

Der Bauer steht in Europa wie anderswo für Werte wie Selbständigkeit und Bodenständigkeit, Freiheits- und Heimatliebe. Die Siedler aus den Niederlanden und anderen europäischen Ländern, die sich im 17. Jahrhundert im - damals noch nicht von Schwarzen besiedelten - südlichen Afrika ansiedelten, nannten sich gar "Boers" (sprich: buurs). Dieses Wort in deren Sprache Afrikaans (oder Kapholländisch) heisst zu gut Deutsch einfach "Bauern" und wurde zu "Buren" eingedeutscht. Obwohl die Buren Südafrika zu einer Industrie- und Dienstleistungsnation aufgebaut haben steht dort der Bauer als Inbegriff für den Besitz durch die Weissen. Und als Feindbild für viele Schwarze schlechthin. Heute lebt in Südafrika keine Berufsgruppe gefährlicher als die Bauern.

 


 

Doch es war der weisse Bauer, der der mit calvinistischem Arbeitseifer das Land kultiviert hat. Und es war der weisse Bauer, welcher auf seinem Hof Arbeitsplätze für die Schwarzen geschaffen hat und diesen gratis ein Häuschen und Strom zur Verfügung stellt. Und teilweise sogar auf eigene Kosten Schulen für die Kinder der "farmworkers", der schwarzen Arbeiter, betrieb. Bis diese Schulen von der neuen – schwarzen – Regierung geschlossen wurden. Doch auch heute arbeiten die Schwarzen in der Regel lieber für einen weissen Herrn als für einen gleicher Hautfarbe. Dies beweist, dass das Bild vom bösen Rassisten, welches man in Europa vom weissen südafrikanischen Bauern hat, so nicht der Wahrheit entspricht. Es gibt Bauernhöfe, auf denen sechzig Schwarze Arbeit und ein Auskommen für deren Angehörige gefunden hatten; bevor der weisse Bauer und Betriebsleiter ermordet worden war. Heute können von den besagten Bauernbetrieben noch ca. ein Dutzend Arbeiter leben. Dazu kommt, dass die von Schwarzen bewirtschafteten Bauernhöfe in der Regel nur für den Eigenbedarf des Bauern und dessen Familie produzieren. Normalerweise sind die schwarzen Bauern zufrieden, wenn sie bis in die unmittelbare Zukunft gesorgt haben; währenddem der weisse Bauer weitsichtig denkt und immer mehr erreichen will. Und einen hochproduktiven Betrieb aufbaut, mit welchem eine Vielzahl von Menschen ernährt werden können. Weite Teile Afrikas wären vom Klima her bestens für eine intensive Landwirtschaft geeignet. Doch Afrika ist nicht fähig, sich selbst zu ernähren. Auch Südafrika kann sich nicht mehr selbst ernähren, nachdem die Zahl der weissen Landwirte von gut 62´000 auf weniger als 40´000 geschrumpft ist.

Dies alles erinnert stark an Simbabwe, welches einst die Kornkammer Afrikas war. In welchem drei Ernten im Jahr eingefahren werden konnten und in welchem, nachdem die weissen Landwirte enteignet und vertrieben worden sind, nun Hunger herrscht. Tatsächlich stecken die Oberhäupter von Simbabwe, Südafrika und Namibia unter einer Decke, denn sie gehören einer Art Bruderbund an. Ihnen gemeinsam ist eine dem Kommunismus zugeneigte und dem weissen Mann feindliche Haltung.

Wird es so enden wie damals in den portugiesischen Kolonien, wo die Weissen vor die Wahl "Kopfschuss oder Verlassen des Landes" gestellt worden waren? Oder wie in Simbabwe, wo die weissen Landwirte vertrieben wurden und die Frau des Präsidenten nun "farm managerin" der schönsten von den Weissen gestohlenen Milchproduktionsbetriebe ist? Kaum, denn die weissen Bauern Südafrikas können gar nicht flüchten. Sie haben gar kein anderes Heimatland als Südafrika. Eine mögliche Reaktion ist jene, welche ein Bauer nach drei Mordversuchen getätigt hat: Den Ausbau des Bauernhauses zu einer Art Festung. Mit Fenstergittern, welche beim Angehen der Alarmanlage unter Strom gesetzt werden. Und einer als Spiegel getarnten Türe vom Wohnzimmer in einen Kellerraum. In den eine Treppe hinunter führt, in welcher sich eine Schiessscharte befindet. Damit sich der flüchtende Bauer dahinter verschanzen und auf jene schiessen kann, welche ihn ermorden wollen. Zum Bunkerraum gehört des weiteren eine Telefonverbindung zur Aussenwelt, Lebensmittelvorräte sowie eine Überdrucklüftung, damit die Mordlustigen den Bauern nicht ausgasen können.

Ob der Mord an Eugene Terreblanche durch Lohnforderungen verursacht war, bleibt dahingestellt. Durch die Nennung dieses angeblichen Tatmotives und der Bezeichnung Terreblanches als Rassistenführer wird zwischen den Zeilen kommuniziert, Terreblanche sei an seinem Tode selber schuld. Doch ein solcher Mord bleibt ein abscheuliches Verbrechen, ob er nun an einem Schuldner oder Rassisten passiert oder nicht. Dass Terreblanche ein Rassist war, lässt seine Ermordung umso weniger rechtfertigen, wenn man bedenkt, wie sehr der Hass gegen die Weissen bei den Schwarzen im südlichen Afrika verbreitet ist und gezielt geschürt wird. Besonders tut sich dabei der ANC hervor. Ursprünglich setzte sich diese Organisation gegen die Apartheid und für Demokratie zur Wehr. Nun ist sie Regierungspartei und führt den Staat faktisch im "Staatssystem" Einparteiendiktatur, in welcher die Korruption und andere Missstände grassieren und die Justiz immer mehr ausgeschaltet wird. Währenddem die Weissen diskriminiert werden. Am meisten Rassenhass sät der Führer der ANC-Jugendorganisation Julius Malema aus. Unbekümmert und unbelangt von Verboten stropht er immer wieder ein altes Kampflied an mit dem Refrain " Tötet den Farmer, tötet den Buren!"